Systemische Familientherapie

Systemische Therapie ist an Beziehungsprozessen der Personen interessiert, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt und daher auch für Veränderungs- und Lösungsprozesse von Bedeutung sind.  
Das Ziel systemischer Familientherapie ist es, mit den KlientInnen gemeinsam Lösungen für ihre Probleme zu finden, zu gestalten und sie dabei zu begleiten. 



Folgende Aspekte prägen den therapeutischen Prozess:


  • Kontextuelles Verständnis von individuellen und zwischenmenschlichen Symptomen und Problemen.
  • Die Einsicht, dass Probleme grundsätzlich in kommunikativen Prozessen „hergestellt“ und aufrecht erhalten werden.
  • Therapie und Beratung können keine gezielten Verhaltensänderungen von außen herbeiführen, sondern stellen nur ein Anregungspotential für die Selbstveränderung dynamischer, selbst organisierter sozialer Systeme dar.
  • Allen Beteiligten in einem solchen Kooperationsnetzwerk wird mit einer wertschätzenden Haltung begegnet.  
  • Systemische Therapie sucht nach Bedingungen, mit deren Hilfe die KlientInnen ihre Ressourcen aktivieren können, um in Selbstorganisation zu ihren Zielen gelangen zu können. 
  • Zentrales Arbeitsmittel ist der Dialog


Systemisch ausgerichtete TherapeutInnen gehen von der Autonomie der Hilfesuchenden aus und betrachten 
diese als "ExpertInnen ihrer selbst".  
Den KlientInnen gegenüber bemüht man sich um eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, des Interesses und der Wertschätzung bisheriger Lebensstrategien. 


Das Leben ist nicht so wie es sein sollte.
Es ist so, wie es ist.
Wie man damit fertig wird, macht den Unterschied aus.

Virginia Satir